Deutschlands Zukunft hängt von einer gelingenden Integration zuwandernder Menschen ab
1965 wurde im Deutschen Bundestag ein Ausländerrecht[1] verabschiedet. Juristisch ist es eingeordnet in der Rubrik Ordnungs- und Polizeirecht. Der Ausländer/die Ausländerin war (ist) eine potenzielle Gefahr, die möglichst bald das Land wieder verlassen soll(te). Dieses Ausländerrecht ist im damaligen Bundesjustizministerium entworfen worden, dem nachweislich noch viele Menschen zuarbeiteten, die bereits im Dritten Reich der Nationalsozialisten ihren Dienst taten.[2] Aus dieser Rubrik ist es bis heute nicht herausgeholt worden. Als 2016 – 61 Jahre nach dem ersten Gastarbeitervertrag – im Deutschen Bundestag ein Integrationsgesetz[3] verabschiedet worden ist, war damit die Erkenntnis verbunden, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist. Man freundete sich auch politisch mit dem Gedanken an, dass Zuwandernde auf Dauer in Deutschland bleiben möchten und das das Gelingen des Ankommens etwas mit einer gelingenden, gesteuerten zielorientierten strategischen Integration zu tun hat.
Dabei zählt das Statistische Bundesamt auf seiner Internetseite (www.destatis.de) seit Jahren die in Deutschland lebenden Menschen, die keinen deutschen Pass haben oder auch diejenigen, die einen Geburtsort im heutigen Ausland haben bzw. auch diejenigen, die mindestens einen Elternteil haben, die einen Geburtsort im heutigen Ausland haben. (So werden Menschen mit Migrationshintergrund definiert.) Auch zählten sie, wer wann nach Deutschland zog bzw. aus Deutschland fortzog. Aufgrund dieser statistischen Arbeit ist folgendes festzuhalten: Von 1965 bis 1990 (also bis zur deutschen Wiedervereinigung) konnten 18 Millionen Zuzüge und 13 Millionen Fortzüge gezählt werden. Dabei handelt es sich nicht um aus dem Ausland als touristisch Interessierte Menschen zugewanderte Menschen. Nach der deutschen Einheit, also von 1990 – 2014, notierten die Statistiker 23 Millionen Zuzüge und 17 Millionen Fortzüge. Insgesamt konnten in diesen 49 Jahren 71 Millionen Wanderungen gezählt werden. Das sind durchschnittlich 1,5 Millionen Menschen pro Jahr.[4] Wer hat das wahrgenommen und darin ein Problem gesehen. Im Gegenteil: das Problem war, dass wir diese „(Ein-)Wanderung“ gar nicht wahrnehmen wollten.
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